| Rutscht es mir in die Hose oder schlägt es mir bis zum Hals? |
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Mit meinem Herzen kann vieles geschehen: Es kann mir vor Angst in die Hose rutschen oder vor Schreck stehen bleiben. Oft habe ich nicht das Herz und bringe es nicht übers Herz, etwas Wichtiges zu tun. Manchmal ist mir das Herz schwer, oft blutet mir das Herz, es wird mir gebrochen, es dreht sich mir im Leibe herum.
Aber es kann auch anders kommen: Mein Herz kann mir vor Freunde bis zum Hals schlagen. Ich kann mein Herz in beide Hände nehmen, mir ein Herz fassen und etwas wagen. Immer wieder mal habe ich das Herz auf dem rechten Fleck, bisweilen habe ich es auf der Zunge, dann gebe ich meinem Herzen einen Stoß und nehme mir etwas zu Herzen. Manchmal schütte ich mein Herz aus und rede mir alles vom Herzen, mache meinem Herzen Luft. Da wird es mir leicht ums Herz, warm ums Herz, ein Stein fällt mir vom Herzen. Es liegt aber oft nicht in meiner Hand, wie es mir und meinem Herzen geht. Es treten immer wieder von außen, und manchmal auch aus dem Innern, Dinge an mich heran, die mir Angst machen und mein Herz in die Hose rutschen lassen. Das Leben, auch das Leben als Christ, birgt immer wieder seelische und körperliche Gefahren. Sorgen lehren mich das Fürchten, auch die Sorge, ob sich Gott wirklich um mich kümmert und ob er wirklich eine Wohnung für mich im Himmel vorbereitet (Johannes 14,2). In diese Sorgen hinein spricht die Jahreslosung für das Jahr 2010: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!" (Johannes 14,1) Jesus kümmert sich um mein Herz. Er will nicht, dass es mir in die Hose rutscht. Er will, dass mir ein Stein vom Herzen fällt, nämlich der Stein meiner Sorge, der Stein meiner Angst, der Stein meiner Schuld. Jesus will nicht, dass mein Herz vor Schreck stehen bleibt. Wie kann es geschehen, dass angesichts der schweren Steine in meinem Leben mein Herz nicht schwer wird und nicht erschreckt? Jesus antwortet darauf: „Glaubt an Gott und glaubt an mich!" Der Glaube, nämlich das feste Vertrauen auf Gott den Vater und seinen Sohn Jesus Christus, macht mein Herz ruhig und stark. Denn wenn ich Gott vertraue, dann macht es mir keine Angst mehr, wenn ich mein Leben mal nicht mehr im Griff habe. Dann liegt mein Leben in seiner guten und starken Hand. Dann habe ich die feste Zuversicht, dass ich bei ihm geborgen bin. Wenn ich darauf vertraue, dass Gott in seinem Sohn Jesus als Mensch auf diese Erde gekommen ist und sein Leben für mich aufgegeben hat, dann fallen nach und nach die Steine von meinem Herzen, die es vorher so schwer gemacht haben. Mein Herz muss nicht mehr erschrecken, wenn ich auf Jesus vertraue. Mir muss das Herz nicht mehr bluten. Dafür hat Jesus das Blut seines Herzens vergossen. Wenn ich das wirklich begreife, dann wird mir das Herz vor Freude bis zum Hals schlagen. Gunnar Berchner |