Beten – eine vergessene Kunst

Im letzten Forum wurde angeregt, dass wir uns an den Kreuz&Quer-Gesprächen der Sonnborner und Vohwinkler Kirchengemeinden beteiligen.

Am 15. Juni findet um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Sonnborn ein Abend unter dem Titel „Beten – eine vergessene Kunst?“ mit Pfr. Frank Beyer aus Vohwinkel statt. Ausgehend von der Gebetspraxis Jesu und der frühen Christenheit wird es darum gehen, welche Rolle das Beten im Leben einzelner Menschen und der Kirche im 21. Jahrhundert haben kann. Ein „kleiner Seitenblick“ soll auch das Gebet im Judentum und im Islam streifen. Herzliche Einladung!

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Einladung zum Sommerfest

Am 21. Juni wollen wir unser diesjähriges Sommerfest feiern. Ab 14 Uhr ist Zeit für Begegnung und Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Um 17 Uhr findet dann wie gewohnt unser Gottesdienst statt. Herzliche Einladung!

LeickelEinladung zum Sommerfest

Gottesdienst-Workshop und –Forum

Am Ende unseres Monatsthemas Gottesdienst im Januar und Februar stand ein Workshop, der sich mit dem Sinn und der konkreten Gestaltung unserer Gottesdienste beschäftigt hat. An der konkreten Umsetzung der Ergebnisse wollen wir im Forum am 21. Mai weiterarbeiten, das ausschließlich dem Thema Gottesdienst gewidmet sein wird. Es wäre schön, wenn alle am Gottesdienst Beteiligten und Interessierten sich diesen Termin vormerken könnten.

Nach wie vor werden weitere Gottesdienst-Leiter gesucht. Wer Interesse hat, kann sich gern zunächst auch gemeinsam mit einem erfahrenen Gottesdienst-Leiter ausprobieren.

Wer persönliche Glaubenserfahrungen gemacht hat, die auch anderen weiterhelfen und Mut machen können, kann davon übrigens gern nach Absprache mit dem jeweiligen Gottesdienst-Leiter im Gottesdienst berichten.

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Ich kann (nicht) alles

Alles vermag ich durch den, der mir Kraft gibt (Phil 4,13)

Ich kann vieles nicht. Ich kann nicht Indonesisch sprechen. Ich bin handwerklich unbegabt. Ich kann mit manchen Menschen schlechter umgehen als mit anderen. Manche von diesen Grenzen kann ich leicht annehmen. Unter anderen leide ich. Und auch die Dinge, die ich gut kann, kann ich nicht alle tun, weil Zeit und Kraft mir Grenzen setzen.

Ich verstehe den Monatsspruch für Mai nicht als geistliches „Allmachtsversprechen“: Nein, selbst mit Gottes Hilfe wird keiner von uns „alles“ können. Auch Paulus hat schmerzhafte Grenzen erlebt und musste sich sagen lassen: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“. Und vielleicht müssen wir als Einzelne und als Gemeinschaft gerade das immer wieder lernen, Dinge bewusst zu lassen, weil wir sie eigentlich gar nicht können oder weil es in Summe zu viel wird. Aber das, was wirklich dran ist und was Gott wirklich von uns möchte, das werden wir können, weil er uns die Kraft dazu gibt. In dem Lied „Romeo and Juliet“ der Rockband Dire Straits sagt Romeo zu seiner Julia: „I can’t do everything, but I’d do anything for you“ – sinngemäß übersetzt: „Ich kann nicht alles (everything) tun, aber ich würde alles (anything, jedes mir mögliche Ding) für dich tun“. Alles, everything, kann keiner von uns. Aber für alles, anything, was wir wirklich sollen, wird Gott uns auch die Kraft geben.

Ihr Matthias Stempfle

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Besuch aus Indonesien

Ridho Simamora ist 28 Jahre alt und stammt aus Mentawai, einer Inselgruppe westlich von Sumatra, die als Paradies für Surfer bekannt ist. In den Wuppertaler Westen bringt ihn der „Süd-Nord-Austausch“ der Vereinten Evangelischen Mission. Er wird ab April 2015 ein Jahr lang in der Evangelischen Kirchengemeinde Sonnborn und der Landeskirchlichen Gemeinschaft Wuppertal zuhause sein und mitarbeiten, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Für ihn selbst und für die beteiligten Gemeinden bietet sich damit eine einzigartige Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen, hautnah einer anderen Kultur zu begegnen und sich mit einer ganz anderen Sicht auf den christlichen Glauben auseinanderzusetzen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen zum Begrüßungsfest für Ridho Simamora am Montag, 13. April, ab 18.30 Uhr im Jugendzentrum Sonnborn, Kirchhofstraße 20. Ein von Jugendlichen vorbereiteter Begrüßungsgottesdienst wird am Sonntag, 3. Mai, um 10.15 Uhr in der Hauptkirche Sonnborn stattfinden. Im Anschluss wird in auf dem Gelände der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Varresbecker Str. 26 gegrillt.

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Herzliche Einladung zur Mitgliederstunde

Am Samstag, den 14. März, um 15.30 Uhr findet unsere diesjährige Mitgliederstunde statt. Die Mitglieder unserer Gemeinschaft sollten dazu bereits eine Einladung erhalten haben. Alle anderen, die den Weg unserer Gemeinschaft begleiten wollen, sind ebenfalls herzlich eingeladen (wenn auch ohne Stimmrecht).

Für Kaffee ist gesorgt. Kuchen oder Herzhaftes bitte selber mitbringen – nach dem Motto „jeder für seinen Nachbarn“.

LeickelHerzliche Einladung zur Mitgliederstunde

Osterfreizeit in „Haus Friede“

Von Karsamstag, 4. April, bis Ostermontag, 6. April, findet unsere Osterfreizeit in „Haus Friede“ statt.
Wir können in diesem Jahr zwei unterschiedliche Unterbringungsarten anbieten: etwas komfortabler im Freizeitheim, oder das preisgünstigere Matratzenlager im Jugendhof (vor allem für Familien). Kinder unter 10 Jahren fahren kostenlos mit. Unser Ostergottesdienst findet nicht in Wuppertal, sondern in „Haus Friede“ statt. Gottesdienst- und Tagesgäste sind natürlich herzlich willkommen.

Handzettel und Anmeldeformulare liegen im Gemeinschaftshaus aus. Herzliche Einladung!

WebmasterOsterfreizeit in „Haus Friede“

Ridho Simamora

Wenn es keine Schwierigkeiten mit dem Visum gibt, wird Ridho Simamora aus Mentawai/Indonesien an Karfreitag in Düsseldorf landen und dann für ein Jahr bei uns und im Jugendzentrum der Ev. Kirchengemeinde Sonnborn mitarbeiten.
Eine erste Gelegenheit, ihn kennenzulernen, wird bei unserer Osterfreizeit in Haus Friede sein.

Ridho Simamora wird in den ersten Monaten bei Familie Jahn wohnen. Wer danach gern Gastgeber sein möchte, kann sich gern melden – es braucht keine besonderen Fähigkeiten, nur ein freies Zimmer und Interesse an der Begegnung. Folgende Termine sind schon geplant:

Am Sonntag, den 15. März um 15 Uhr wird Marie-Luise D.-F. von ihrer Zeit in Mentawai berichten, so dass wir uns ein wenig vorbereiten können. Ridho Simamora wird voraussichtlich am 3. April um 11.50 Uhr am Düsseldorfer Flughafen ankommen. Es wäre schön, wenn einige von uns ihn dort schon willkommen heißen würden. Wer dabei sein möchte, melde sich bitte bei Gabi L.

Ein erstes Begrüßungsfest wird am Montag, 13. April, ab 18.30 Uhr im Jugendzentrum Sonnborn gefeiert. Auch „ältere Semester“ sind willkommen!
Der Einführungsgottesdienst wird am Sonntag, 3. Mai, um 10.15 Uhr in Sonnborn stattfinden. Im Anschluss wird bei uns in der Varresbecker Straße 26 gegrillt. Unser Familiengottesdienst fällt dann aus.

LeickelRidho Simamora

Monatsspruch für März: Römer 8, 31

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
(Römer 8,31 Monatsspruch für März)

Die Hoffnung der Schwachen.

Es fällt mir nicht leicht, den Monatsspruch für März aus vollem Herzen nachzusprechen.
Er erinnert mich an Diskussionen mit konfessionslosen Menschen zur Zeit des letzten Irakkrieges. Viele haben mich darauf angesprochen,wie die „christlicheNation“ USA mit einem bekennend christlichen Präsidenten so einen Krieg führen könnten, unterstützt von Teilen der evangelikalen Bewegung.Ich musste mich plötzlich – wie viele Muslime heute – für Dinge rechtfertigen, die ich selbst nicht für richtig hielt.
„Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ – das ist kein Satz für Starke, die ihre Interessen mit Zwang und Gewalt durchsetzen wollen,und dann auch noch Gott als Verbündeten in Anspruch nehmen.
Paulus schreibt aus einer anderen Situation heraus. Er beschreibt die Erfahrung, die ihn in Zeiten der Verfolgung und Wehrlosigkeit am Leben gehalten hat: dass da ein Gott ist, der zu uns hält, wenn sonst keiner mehr zu uns steht.
Er spricht von der Hoffnung für die Verachteten und Gemobbten, für die Verletzlichen und Verzweifelten: Gott ist noch da.Da klingt die Vergebung mit,mit der Gott unsere Schuld vergibt; die Barmherzigkeit, mit der er unsere Schwäche trägt; die Fürsorge, mit der er uns auch durch schwere Zeiten begleitet.
Er spricht von dem gesunden Trotz des Glaubens gegen Ohnmacht und Verzweiflung. Die, für die er gedacht ist, werden diesen Satz vielleicht zaghaft und zweifelnd nachbuchstabieren. Es wird ihnen helfen, wenn sie erleben, dass sich nicht nur Gott an ihre Seite stellt, sondern auch der eine oder andere Christenmensch mit Herz und Courage.
„Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ – das ist aus dieser Perspektive beides: Ein Trost, wenn wir ihn brauchen. Und eine Platzanweisung, wenn wir gebraucht werden.

Ihr Matthias Stempfle
WickeMonatsspruch für März: Römer 8, 31

Monatsspruch für Januar: 1 Mos 8, 22

Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
(1 Mos 8, 22 – Monatsspruch für Januar)

Gott verspricht nach der Sintflut: Auch, wenn das „Dichten und Trachten“ menschlicher Herzen von Jugend auf böse ist, will er doch die Grundlagen des Lebens erhalten. Das ist kein Freibrief für verkehrtes Leben – wir können sehr wohl uns selbst und andere zugrunde richten. Aber die Welt ist und bleibt in Gottes fürsorglicher Hand.

Der Monatsspruch für Januar lenkt den Blick auf den Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten, von Kälte und Wärme, von Saat und Ernte. Was in der Natur gilt, gilt auch im persönlichen Leben und in der Gemeinde: es ist nicht jede Zeit gleich. Von der Temperatur her hätte ich gern Dauersommer. In der Gemeinde am liebsten Dauerherbst, ewige Erntezeit. In den Beziehungen zu Gott, zu den Menschen und zu mir selbst am liebsten immer Tag, immer Licht und niemals Schatten.

Gott hat das Leben anders eingerichtet. Der Ernte geht die Aussaat voraus, wo noch keine Frucht zu sehen ist und auf Hoffnung gesät werden muss. Zum Tag, an dem ich aktiv sein und vieles gestalten kann, gehört die Nacht als Zeit der Ruhe und der Regeneration, manchmal auch des Grübelns, wie es in Psalm 17 heißt: „Du suchst mein Herz heim bei Nacht“.

Leben als Christ ist ein Weg durch Höhen und Tiefen, durch Zeiten des Handelns und Zeiten des Aushaltens, mit Durststrecken und Fest-Zeiten. Selbstverständlich wünsche ich mir und uns allen für 2015 mehr Höhen als Tiefen, mehr Fest als Durst. Aber vor allem: dass wir dorthin unterwegs sind, wohin Gott uns führt, und auch dürre Zeiten aushalten. Weil sie begrenzt sind. Und weil wir auch dann in Gottes Hand sind.

Ihr Matthias Stempfle

LeickelMonatsspruch für Januar: 1 Mos 8, 22